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Die
Sackzugstation
Auf den sogenannten Samsteigen wurde das goldhaltige Erz mit Samzügen zu Tal gebracht. Neben Pferden wurden auch Ziegenböcke zum Tragen der Lasten auf besonders steilen und gefährlichen Steigen herangezogen. Der Name "Bocksamsteig" ist unter anderem dafür Zeugnis.
Neben den Samsteigen gab es auch Sackzugriesen. Das waren steile, schmale Rinnen, in denen im Winter zwei Mann die aus 20 bis 25 mit Golderz prall gefüllten Säcken zusammengestellten Sackzüge talwärts lenkten. Es gab Säcke aus Hundshäuten und solche aus Schweinshäuten, die man abwechselnd hintereinander auffädelte, da die Hundehaare das Gleitvermögen erhöhten, die Schweinshäute hingegen bremsend wirkten.
Dazu schrieb Agricola: „In
Noricum (der Großteil des heutigen Österreich, primär
Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Kärnten) füllen
sie im Winter die Erze in Säcke, die aus Schweinshäuten mit Borsten
hergestellt sind, und ziehen sie von den höchsten Bergen, welche Pferde,
Maultiere und Esel nicht ersteigen können, hinab. Die leeren Säcke
tragen starke Hunde, die hieran gewöhnt sind, auf Saumsätteln auf
die Berge.“